childhood

Ich erinnere mich an jenen Tag, an dem Viggo mir erklärt hatte, dass das Leben eines Menschen nur aus Entscheidungen besteht. Entscheidungen, die falsch und einem trotzdem nützlich sein können. Entscheidungen, die richtig scheinen und letztendlich falsch sind. Entscheidungen, die das Leben verändern. Das macht die Individualität jedes Menschenlebens aus. Entscheidungen. Auch ich hatte die Wahl zwischen zwei Wegen. Zwischen dem, den ich eigentlich hätte gehen sollen und dem, den ich gehen wollte.
[zitiere ich mich zur Abwechslung mal selber ♥]


Und wenn ich nach rechts gehe, dreht sich das Leben mit mir und wenn ich nach links gehe, dreht sich das Leben mit mir. [leicht verändert aus Curse - Links, Rechts] Ganz gleich, welchen Weg ich gehe, das Leben ist gerecht zu mir. Es kommt, wie es kommen muss. Alles hängt von Wegen ab, von Entscheidungen, die man trifft, Umwege oder Abkürzungen, die man geht, doch am Ende kann man sie nicht mehr rückgängig machen und man muss sich mit ihnen abfinden mit den Wegen, die man falsch gegangen ist und den Entscheidungen, die man zu spät getroffen hat. Eine falsche Entscheidungen kann einen ein ganzes Leben lang verfolgen.

Viele meiner Entscheidungen beginnen an mir zu nagen, fragen mich, ob es richtig war, drängen mich umzukehren. Es gibt viele Wege, die ich hätte gehen können und es hätte ohne jeglichen Zweifel leichtere gegeben. Wege, die ich ohne Mühe hätte meistern können, doch ich bin den schweren gegangen, den Umweg, das Hindernis. Ich habe mich für eine andere Möglichkeit entschieden, weil ich bei meiner Familie bleiben wollte und auch wenn mir im nachhinein klar wird, dass ich Ende diesen Monats mein Abitur hätte haben können und nun vermutlich noch ein Jahr warten muss, weiß ich, dass ich auch diesen, schwereren, Weg gehen kann, wenn ich nur will. Es ist allein der Wille, durch den man alles schaffen kann.

Und nach all den unschlüssigen Momenten, in denen ich von der Zeit überannt wurde und eingeschlossen war in meinen Gedanken, fasse ich nun endlich - viel zu spät, aber immerhin - einen Plan. Einen klaren, deutlichen Gedanken, der mir den Weg weisen wird. Zumindest minimal. Und ohne Felix hätte ich wahrscheinlich weiterhin unausgeglichene Wochenenden verbracht. Nach einem Gespräch, das wirklich gut getan hat, weil es mir gezeigt hat, dass es Menschen gibt, die hinter mir stehen und mir helfen, habe ich mich gleich an den Schreibtisch gesetzt und mir ein paar wichtige Dinge aufgeschrieben, die mir über das Jahr helfen sollen. [Unter anderem: Ein Wochenende im Monat gehört nur mir, mehr an die frische Luft, keine halben Sachen mehr, öfter mal was wagen etc.] Ich bin wirklich zuversichtlich und freue mich schon auf mein Wochenende, an dem ich nur auf mich gestellt bin und mich nach niemandem richten muss. Ich glaube, dass mir das ziemlich weiterhelfen wird und das ich vielleicht endlich sogar dazu komme mehr zu schreiben, mich mehr auf mich zu konzentrieren und all die Dinge zu machen, zu denen ich sonst nicht komme.

1.2.10 20:21


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