childhood

immer?



Nichts ist für die Ewigkeit, sagt man. Nichts hat bestand, nichts bleibt. Menschen kommen, Menschen gehen. Gefühle kommen, verwischen, gehen verloren. Erst kommt das Leben, dann der Tod. Immer wieder verändert sich das Leben, immer dann, wenn man sich gerade daran gewöhnt hat. Das Gras unter unseren Füßen wird grün, dann braun, dann weiß, mit Schnee bedeckt. Immer wieder. Glück kommt und geht, verweilt nicht, verflüchtigt sich, wie Parfum auf der Haut. Doch wenn man sich das Leben an sieht und die Veränderungen betrachtet, muss man sich doch fragen, ob es nicht gerade gut so ist. Würde Glück nicht dann und wann nicht greifbar sein, wäre es dann nicht irgendwann nicht mehr das Glück, was wir kennen? Wäre Glück nicht irgendwann langweilig? Lernt man mit verlorenen Menschen, Träumen und Jahreszeiten nicht immer wieder neue Geheimnisse über andere und sich selbst? Löst man nicht mit jeder zerbrochenen Beziehung Probleme und Rätsel, woraufhin man in der Lage ist, all die Scherben aufzusammeln, weil man sich und den Partner verstanden hat? Bleiben nicht mit jedem Tag, mit jedem glücklichen und schrecklichen Moment, Erfahrungen und Erinnerungen, an die man zurück denken kann, um es später mal besser zu machen und seinen Kinder zu erzählen, dass es früher nicht anders war? Das man Fehler macht und das man weint, lacht, himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt? Was sind diese ganzen Fragen, die sich vor mir aufbauen und im nächsten Moment wieder verwischen, als würden sie vor mir davon laufen? Was ist schon die Ewigkeit, wenn man ein erfülltes Leben haben kann? Warum sollte man ewig leben wollen auf einem Planten, der sich mit der Zeit immer mehr zerstört und der immer mehr zerstört wird. Will ich hier in einigen 100 Jahren überhaupt noch leben? Kann man es überhaupt? Veränderung muss sein. Ohne sie wären wir langweilig, würden uns langweilen, wären verloren im Alltäglichen und in der Routine. Und irgendwann muss es auch dunkel werden, damit neues Leben kommen kann. Irgendwann muss eine Kerze erlischen, weil man irgendwann müde ist von all den Veränderungen.

Und das ist auch gut so.

1.4.11 22:12


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