childhood

Im Kreis gedreht.



Manchmal dreht man sich nur allzu sehr im Kreis und stolpert über längst gedachte Gedanken. Ich bin voll von diesen Teufelskreisen, die immer wieder vor mir schweben und mich meiner Zeit berauben, doch ich kann sie auch nicht loslassen; klammere mich mit meiner letzten Kraft an ihnen fest und dieses große "Was wäre wenn..." hüpft in meinem Kopf auf und ab. Ich bin einfach selten bereit aufzugeben und ich beschäftige mich viel zu oft viel zu lange mit Dingen, die längst geklärt, vergangen, unaufhaltsam und verloren sind. So bin ich. Hoffnungslos hoffnungsvoll. Ständig im Begriff irgendetwas kitten zu wollen, was längst nicht mehr halten kann. Puzzlestücke, die fehlen, zerrissen, geschrumpft sind. Was solls? So ist das Leben. Man verliert ständig irgendwelche Puzzleteile, die sich nicht mehr zusammenfügen lassen, man stolpert ständig über irgendwelche Steine und immer wieder steigen Menschen ein und wieder aus. Manche bleiben ein wenig länger, andere nur einige Wochen. Es ist, wie es ist, sage ich mir, doch es fällt mir schwer, zu akzeptieren, dass nichts Bestand hat, nichts bleiben kann und alles in ständiger Veränderung ist. Ich glaube, ich habe mal geschrieben, dass ich Veränderungen liebe, sie gar brauche, aber ich muss sagen, dass ich manchmal doch gerne etwas hätte, was nicht wieder verschwindet, etwas, dass sich konstant durch mein Leben zieht. Etwas, wie meine Familie, obwohl das schon mehr als genug ist. Ich denke einfach zu viel über dieses große, unübersehbare "Wenn" nach und lasse dem Schicksal nicht seinen Lauf.
29.10.11 21:17


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