childhood
Die Sache mit den Veränderungen

Es erscheint surreal, dass nichts so bleibt, wie es ist. Und noch surrealer wirkt die Tatsache, dass man nicht weiß, was die Zukunft bringen wird. Aktuell habe ich 24/7 das Gefühl mit einem Bein im Nichts zu stehen und mit jedem weiteren Tag verschlingt dieses dunkle Nichts noch einen Milimeter mehr. Ich stehe kurz davor, ins Nichts zu springen und weiß nicht, wann und wo ich wieder lande und wie es mir dabei gehen wird. Es ist diese merkwürdige Schwelle zwischen dem Ende der Jugend und dem Erwachsen werden - solange man mit 22 noch zur Jugend zählt. Ich jedenfalls fühle mich deutlich jünger und ertappe mich dabei, wie ich mich verzweifelt von einem Tag zum anderen hangele und irgendwie keinen Rhytmus, keine Routine finden kann. Es ist als würde ich eine Schlucht hinunterfallen und dann und wann einen Felsvorsprung zu fassen bekommen, an dem ich mich einige Sekunden, Minuten, Stunden oder Tage festhalten kann. Aber es ist nichts Ganzes. Nicht einmal etwas Halbes. Ich laufe mit geschlossenen Augen durch einen tödlichen Hindernispakour und kann mich - unbewussterweise - immer gerade so vor einem Unfall retten.
 
Ich freue mich auf den Moment, an dem all das vorbei ist. Früher war Chaos mein stolzes Motto und heute merke ich, wie wichtig Struktur für die Seele sein kann. Wie befreiend und erleichternd es sich lebt, wenn man weiß, wofür. Ich hoffe wirklich, dass es nicht mehr lange dauert und dass ich bald mit dem beruhigenden Gedanken einschlafen kann, einen Weg gefunden zu haben, auf dem ich laufen kann. Mit offenen Augen. 
25.3.15 17:30
 


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