childhood

Und wir liegen da.



Und wir liegen da und hängen unseren Gedanken nach, sind uns nah und doch ganz weit voneinander entfernt. Die Augen ins Endlose gerichtet, tief eingetaucht in die eigene Welt und um uns herum wird alles Luft und Watte. Und ich liege da und fühle mich wie in eine Folie gehüllt, die nichts hinaus und nichts hineinlässt. Alles klingt dumpf und weit entfernt, ein Schleier voller Nebeldunst vor meinen Augen. Dann frage ich mich, wie der Mensch ist, warum er ist, wie er ist, warum man immer Bestätigung, Lob und Kritik braucht und warum die unkompliziertesten Dinge, die eigentlich kinderleicht sein sollten, manchmal so wahnsinnig schwer erscheinen. Ich frage mich, warum sich manche Menschen soviel Freude nehmen, wo sie es viel einfacher haben könnten, frage mich, warum ich hier liege, ins Nichts starre und auf ein Wort hoffe, dass mir all meine Fragen beantworten kann. All meine Fragen nach Sinn und Leben, Einstellungen und Eigenschaften eines Menschen. Und wir liegen da und spüren uns und spüren, dass der andere denkt. Und ich denke ans Glück und warum es immer so schnell das Weite sucht, wenn man es gerade erst gefangen hat, frage mich, warum es nichts gibt, was durch und durch gut sein kann, frage mich, warum es immer Schatten geben muss, wenn es Licht gibt. Und ich denke daran, wie leichtsinnig manche Menschen mit dem Glück umgehen, wie wenig sie darauf achten und wieviel sie erwarten, obwohl sie alles haben, was man sich nur vorstellen kann. Manche Dinge liegen außerhalb meines Verständnisses. Ich kann die Dinge greifen, aber ich kann sie nicht erklären. Ich kann sie wiedergeben, aber ich kann sie nicht verstehen. Und wir liegen da und immer wieder drängt sich mir diese eine Frage auf, diese eine Frage, nach dem Sinn.
7.11.11 19:47


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